00:01Macron will Frankreichs nukleare Abschreckung nachschärfen, als Antwort auf Russlands Drohkulisse und die Unberechenbarkeit der USA.
00:11Kommissionspräsidentin von der Leyen will das Mercosur-Abkommen vorläufig in Kraft setzen, doch im EU-Parlament und in Paris regt
00:17sich weiter Protest.
00:20Drei Jahre nach dem Zugunglück von Trempi. Wie sicher ist die Bahn in Griechenland? Euronews hat nachgefragt.
00:31Estlands Regierungschef sagt auf Euronews zu Putins Angriffskrieg, Diktatur ist wie Radfahren, wenn man aufhört, fällt man um.
00:40Präsident Emmanuel Macron, der als Staatsoberhaupt allein über den Einsatz von Frankreichs Atomwaffenarsenal entscheidet, will am Montag die französische Doktrin
00:48der nuklearen Abschreckung aktualisieren.
00:51In Europa wächst die Sorge, dass Russlands Drohungen über die Ukraine hinausreichen könnten.
00:56Zugleich ist unklar, wie verlässlich der nukleare Schutzschirm der USA künftig bleibt.
01:23Frankreich verfügt über weniger als 300 Sprengköpfe.
01:26Macron sagte 2020, das reiche aus, um jedem Land, das Frankreichs Hauptinteressen bedroht, inakzeptablen Schaden zuzufügen.
01:50Während China und Nordkorea ihre Atomwaffenarsenale ausbauen, erwägen die Vereinigten Staaten eine Wiederaufnahme von Atomtests.
02:02Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat beschlossen, die vorläufige Anwendung des Mercosur-Handelsabkommens voranzutreiben.
02:08Damit setzt sie eine von Europaabgeordneten eingeleitete gerichtliche Überprüfung faktisch außer Kraft.
02:37Der französische Präsident hat die Entscheidung der Europäischen Kommission kritisiert.
02:56Das Abkommen spaltet die Mitgliedstaaten seit Jahren. Deutschland befürwortet es.
03:01Paris argumentiert das Abkommen, setzte EU-Landwirte unlauterem Wettbewerb durch Importe aus den Mercosur-Staaten aus.
03:10Die Europäische Kommission erleichtert die Finanzierung von Abtreibungen, denn sie erlaubt es den Mitgliedstaaten, den EU-Sozialfonds zu nutzen,
03:18um Frauen, denen dies in ihrem Heimatland gesetzlich verwehrt ist, Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen zu ermöglichen.
03:26Diese Entscheidung ist eine Reaktion auf die Bürgerinitiative My Voice, My Choice.
03:31Die Gruppe hatte EU-weit mehr als eine Million Unterschriften gesammelt.
03:58Die Kommission stützt sich auf den bereits bestehenden europäischen Sozialfonds.
04:04Das EU-Parlament hatte neue Gelder gefordert.
04:32Die Initiative My Voice, My Choice sieht sich bestärkt und will,
04:36ihre Arbeit fortsetzen.
04:38Der Zugang zu Abtreibungen ist in den verschiedenen EU-Ländern sehr unterschiedlich geregelt.
04:44Zuletzt hatten unter anderem Frankreich und die Niederlande das Recht auf Abtreibung erleichtert.
04:53Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat vorgeschlagen,
04:57eine Aufklärungsmission zum ukrainischen Abschnitt der Druzhba-Pipeline zu entsenden.
05:01Sie soll die Schäden begutachten, die im vergangenen Monat durch einen russischen Angriff entstanden sein sollen.
05:07Die Schäden hatten dazu geführt, dass Rohöl-Lieferungen nach Ungarn und in die Slowakei vorübergehend ausgesetzt wurden.
05:14In einem Schreiben an den Präsidenten des Europäischen Rates, Antonio Kosta,
05:18das Euronews vorliegt, betont Orban,
05:21Ungarn habe ein klares Interesse daran, die Öltransporte so schnell wie möglich wieder aufzunehmen.
05:25Er schlägt vor, dass Experten aus Ungarn und der Slowakei die Mission begleiten,
05:29um den Zustand der Pipeline zu überprüfen.
05:33Budapest werde die Ergebnisse einer solchen Mission akzeptieren, versichert Orban.
05:38Die Druzhba-Pipeline ist seit Monaten ein Streitpunkt zwischen Ungarn und der Ukraine.
05:43Budapest wirft Kiew vor, das Thema zu politisieren und dabei ungarische Interessen zu gefährden.
05:48In diesem Zusammenhang blockierte Ungarn auch ein EU-Hilfspaket in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine,
05:54auf das sich die Staats- und Regierungschefs im Dezember geeinigt hatten.
05:58Orban räumte in dem Schreiben ein, dass sein Veto kurz vor Schluss politischen Ärger ausgelöst habe.
06:03Seine Initiative soll nun helfen, das Problem schnell zu lösen.
06:07Er nannte die Lage absurd und sagte, er habe dem Paket zunächst im Dezember zugestimmt,
06:12obwohl er persönlich gegen das Darlehen gewesen sei,
06:15und dennoch habe die Ukraine so wörtlich eine Notsituation in Ungarn ausgelöst.
06:20Der Brief wirkt zugleich wie ein vorsichtiger Tonwechsel.
06:23Zuletzt hatte Orban mit provokanten Aussagen gegenüber der EU und Kiew für Aufsehen gesorgt.
06:34Der Ministerpräsident von Estland, Christian Mihal, sagt in Europe Today auf Euronews,
06:39dass Russlands Präsident Wladimir Putin am Ende wäre, wenn er den Krieg in der Ukraine beendet.
06:45Die Logik der Diktatur erkläre die anhaltende Aggression Moskaus,
06:49selbst wenn Verhandlungen stattfinden, sagt Mihal, der Nachfolger von Kayakalas.
07:20Estlands Regierungschef warnt, ein verfrühter Frieden ohne feste Sicherheitsschutzung,
07:25Die Sicherheitsgarantien können nicht nur innerhalb Russlands, sondern in ganz Europa zu Instabilität führen.
07:33Zum derzeit blockierten 90 Milliarden EU-Darlehen für die Ukraine äußert sich Mihal zuversichtlich.
07:39Die Kommission um Ursula von der Leyen wäre alternativen Weg finden, um die Finanzierung frei zu geben.
07:56Die Kommission ist nicht so, wie es in Europa gibt.
08:16Ich fühle mich sicher, aber nicht.
08:18Ich fühle mich sicher und ich benutze sie.
08:21Ich persönlich fühle mich sicher sicher.
08:23In der Gespräch mit Euronews verweigert der Stellvertretung der Regierungsministerin auf den Neuen Ruhm.
08:58Gewerkschaftsvertreter bei der Griechischen Bahn fordern vor allem kontinuierliche Weiterbildungen.
09:17Immer.
09:20bald sollten alle Züge in Griechenland auch im Internet lokalisiert werden können.
09:51Zersplitterte Windschutzscheibe, ein klaffendes Loch im Dach.
09:54Mitten in Berlin steht ein Transporter, der in der Ukraine von einer russischen Drohne getroffen wurde.
09:59Der Wagen war ein sogenanntes Sozialtaxi in der Region Kherson.
10:03Unterwegs waren damit zwei Helfer, Oleg Konek Zajnik und Oleg Deguzarov.
10:07Am 12. April 2025 stoppt der Wagen vor einem Haus. Kurz darauf schlägt eine russische Drohne ein.
10:13Heute steht das Fahrzeug im Museum Berlin Story Bunker.
10:17Das ist eine 300-Euro-Drohne, die sieht aus wie von AliExpress.
10:21Dann sagen wir ja, die ist von AliExpress.
10:24Und dass man ihnen sagen kann, ja, so klein kann man Menschen töten.
10:27Und dann sieht man zum Beispiel die 7,5 Meter Cruise Missile oder die 3,5 Meter Supercam.
10:32Und dann sagen die, oh, so groß geht's auch.
10:34Und genau das, einfach das mal sehen und anfassen, das ist für uns auch der schwierige Spagat.
10:39Der Mann, der bei dem Angriff getötet wurde, hieß Oleg Konek Zajnik.
10:43Er wurde 28 Jahre alt. Er arbeitete als freiwilliger Helfer in der Region Kherson im Süden der Ukraine.
10:49Teile der Region sind bis heute unter russischer Kontrolle.
10:52Mit dem Sozialtaxi half Salnik den Menschen, die die Stadt nicht verlassen wollten.
10:57Er wollte bleiben, als die Russen kamen. Er ist auch in der besetzten Stadt geblieben.
11:01Er ist danach geblieben und hat gesagt, das ist meine Stadt und egal wie es hier aussieht, ich bleibe, ich
11:07helfe.
11:07Und er hätte gehen können, also er hat die Papiere gehabt, das Land zu verlassen, weil er in russische Gefangenschaft
11:13geraten ist.
11:14Er hätte in Kiew leben können, er hätte irgendwas anderes machen können.
11:17Und er hat immer gesagt, nein, ich bleibe in meiner Stadt, weil wenn alle gehen, ist keiner mehr da.
11:23Lenze kannte die beiden Helfer persönlich und war früher selbst mit dem Transporter unterwegs.
11:28Für ihn war klar, das Fahrzeug muss nach Berlin.
11:31Es soll laut Lenze vor Augen führen, wie so ein Kriegsverbrechen aussieht.
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