00:00Willkommen zum neuen Video vom Automagazin TuningBlog. Dieses Mal geht es um ein echtes
00:09Statement auf vier Rädern, den BMW XM. Ein Fahrzeug, das nicht nur durch seine Technik,
00:15sondern vor allem durch seine Erscheinung provoziert. Im Video dreht sich alles um ein
00:20Modell aus dem Jahr 2023, das in einer auffälligen Kombination aus weißer Lackierung mit orangefarbenen
00:28Akzenten daherkommt. Das Interieur präsentiert sich dagegen in einer aufregenden Mischung aus
00:32dunkelrot und schwarz, durchzogen von hochwertigen Aluminiumdetails. Schon auf den ersten Blick wird
00:38klar, dieser XM will nicht gefallen, er will auffallen. Der BMW XM ist das erste eigenständige
00:45Modell der MGMBH seit dem legendären BMW M1. Damit setzt der Autobauer aus Garching ein deutliches
00:52Zeichen. Und zwar eines, das polarisiert. Für die einen ist er eine Beleidigung für die M-Tradition,
00:58für die anderen ein Rockstar unter den SUVs. Tatsache ist, der XM ist da und das mit voller Wucht. Er ist
01:06das größte, stärkste und zugleich kompromissloseste Modell, das jemals aus der Performance-Schmiede der
01:12Bayern kam. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, über die Wirkung dieses Fahrzeugs jedoch
01:17kaum. Allein schon durch seine Präsenz auf der Straße generiert der XM Aufmerksamkeit wie kaum
01:24ein anderes Modell aus München. Und das ganz ohne Rücksicht auf Konventionen. In der Szene hat sich
01:31der XM schnell den Spitznamen Rockstar verdient. Nicht zuletzt wegen seiner Zusammenarbeit mit einem
01:37bekannten deutschen Rapper, was besonders bei der jüngeren Zielgruppe für Bekanntheit sorgte. Doch
01:43erstaunlicherweise zieht das Auto auch ältere Generationen in seinen Bann. Kaum zu glauben,
01:49aber selbst Reisegruppen im Khaki-Einheitslook oder eingefleischte Sportwagenfahrer bleiben stehen,
01:55um sich einen Blick auf den XM zu erhaschen. Die wenigsten von ihnen vermuten wohl, dass sich
02:01dieses kantige SUV trotz seiner martialischen Erscheinung tatsächlich auch dynamisch bewegen
02:07lässt. Technisch gesehen bietet der BMW XM einiges auf. Zwar verzichtet das Fahrzeug auf eine
02:14Luftfederung, doch das adaptive M-Fahrwerk in Verbindung mit den optionalen 23-Zoll-Rädern sorgt
02:20für ein Handling, das in dieser Fahrzeugklasse seinesgleichen sucht. Zumindest auf halbwegs
02:25ebenem Untergrund. Denn sobald es über Frostaufbrüche oder grobes Kopfsteinpflaster geht, lässt der XM seine
02:32Insassen nicht im Unklaren darüber, dass Komfort hier eine untergeordnete Rolle spielt. Eine kleinere
02:39Felgengröße mit 21 Zoll steht im Konfigurator zwar zur Wahl, würde dem massiven Auftritt dieses über
02:455 Meter langen und fast 2,8 Tonnen schweren SUVs aber optisch kaum gerecht werden. Im Fahrverhalten macht
02:53sich das Gewicht durchaus bemerkbar, auch wenn der aktive Wankhausgleich und diverse Stabilitätsprogramme
02:59gute Arbeit leisten. Trotzdem kommt es laut Nutzermeinungen hin und wieder zu einem Aufschaukeln
03:05der Karosserie. Besonders dann, wenn der XM sich aus einer Kurve befreien will und wieder nach
03:11Stabilität sucht. Die Lenkung, die alle vier Räder einbezieht, überzeugt hingegen durch ihre
03:17Direktheit und Rückmeldung. Zusammen mit dem M-Sport-Differential an der Hinterachse erlaubt sie
03:23überraschend präzise Manöver. Sogar mit deaktiviertem DSC. Ein seltenes Vergnügen in einem SUV dieser
03:29Größe. Dabei spürt man schnell, wo die Grenzen liegen und wie viel Spielraum der XM tatsächlich
03:35bietet. Unter der bulligen Motorhaube arbeitet ein 4,4 Liter Twin Turbo V8 mit 4,89 PS, unterstützt
03:43von einem Elektromotor mit weiteren rund 97 PS. Zusammen ergibt das eine Systemleistung von bis zu
03:49653 PS und ein maximales Drehmoment von 800 Nm. Beeindruckend auf dem Papier. Und doch bleibt bei
03:59vielen laut Nutzermeinungen das Gefühl zurück, dass da noch mehr gehen müsste. Von 0 auf 100 Stundenkilometer
04:05beschleunigt der XM in 4,3 Sekunden. Ein Wert, den heute auch ein herkömmlicher V8 Cayenne erreicht.
04:12Der elektrische Boost sorgt zwar für zusätzliche Schubkraft, aber das subjektive Empfinden ist eher
04:19gut motorisiert als brutal schnell. Ein Grund dafür könnte die schiere Größe des Fahrzeugs sein.
04:26Der XM wirkt beim Fahren stets wie ein massiver Block, der sich zwar präzise bewegen lässt,
04:31aber nie wirklich leichtfüßig. Auch das 8-Gang-Automatikgetriebe trägt dazu bei. Es arbeitet
04:37zwar sauber, spricht im manuellen Modus, aber selbst in der schnellsten Schaltstufe mit spürbarer
04:43Verzögerung an. Gelungen ist hingegen der Übergang zwischen Verbrennungs- und Elektromotor,
04:48der so weich erfolgt, dass man ihn kaum bemerkt. Wer sich die Zeit nimmt, sich durch die zahlreichen
04:54Fahrmodi und Konfigurationsmöglichkeiten zu arbeiten, erkennt schnell. Der XM ist kein Auto für
05:00zwischendurch. Es braucht Eingewöhnung und Geduld. Auch bei der elektrischen Reichweite gibt sich der
05:06XM offiziell großzügig. Laut WLTP sind bis zu 88 Kilometer rein elektrisches Fahren möglich,
05:14bei einer Höchstgeschwindigkeit von 140 Stundenkilometern im E-Modus. In der Realität,
05:21so berichten Nutzer, werden diese Werte jedoch selten erreicht. Die Batterie verfügt über eine
05:26Kapazität von rund 26 Kilowattstunden, was für alltägliche Strecken in der Stadt zwar ausreichen kann,
05:33Doch wer ernsthaft elektrisch fahren möchte, wird mit der maximalen Ladeleistung von 7,4 Kilowatt
05:39an der heimischen Wahlbox schnell an seine Geduldsgrenze kommen. Das wirkt eher wie eine
05:45Alibi-Funktion. Praktisch für das E-Kennzeichen und die damit verbundenen Vorteile, aber fernab echter
05:51Alltagstauglichkeit im E-Betrieb. Akustisch gibt sich der XM ganz der Tradition der MGMBH hin. Der V8 brüllt,
05:59wenn auch synthetisch verstärkt, kraftvoll und präsent. Nicht ganz so fein wie bei früheren
06:05M-Modellen, aber immerhin so, dass man weiß. Hier arbeitet ein echter Achtzylinder unter der
06:11Haube. Der Klang ist kernig und druckvoll, auch wenn er in manchen Situationen ein wenig zu bemüht
06:17wirkt. Für Fans von emotionaler Motorakustik ist das aber auf jeden Fall ein Pluspunkt. Besonders,
06:24wenn man bedenkt, dass viele Konkurrenten längst auf 4 oder 6 Zylinder setzen. Im Innenraum zeigt sich
06:30der XM von seiner vielleicht überraschendsten Seite. Hier hat BMW mit einer Selbstverständlichkeit
06:35Luxus, Komfort und Exzentrik kombiniert, wie man es selten sieht. Die vorderen Sportsitze bieten
06:42exzellenten Seitenhalt und sind zugleich langstreckentauglich. Im Fond erwartet die Passagiere eine
06:48durchgehende Loungebank mit weichen Kissen, die eher an ein Luxuswohnzimmer erinnern als
06:53an ein Sport-SUV. Der beleuchtete Dachhimmel mit prismatischer Struktur sorgt besonders bei
06:59Kindern für Staunen und verleiht dem Raum eine fast magische Atmosphäre. Einzig der Kofferraum
07:05wirkt mit seinen knapp 530 Litern Fassungsvermögen etwas undimensioniert, zumindest gemessen an den
07:11gigantischen Außenmaßen. Wer den BMW XM als Zugmaschine einsetzen möchte, darf sich freuen. Bis
07:18zu 2,7 Tonnen Anhängelast sind dank der optionalen Anhängerkupplung möglich. Damit wird der XM zum
07:26echten Allrounder. Zumindest für jene, die sich nicht an seiner polarisierenden Optik stören und
07:31den Einstiegspreis verkraften können. Denn günstig ist dieser Rockstar aus Garching natürlich nicht.
07:38Alles in allem ist der BMW XM ein Statement. Er ist laut, schwer, groß und genau deshalb faszinierend.
07:44Er ignoriert Konventionen, setzt auf maximale Eigenständigkeit und zeigt, was im Premium
07:50Segment technisch und gestalterisch möglich ist. Er ist kein Auto für jedermann, aber für alle,
07:56die etwas besonderes wollen. Und wer das alles noch einmal in Ruhe nachlesen möchte,
08:02der findet den Link dazu wie immer in der Videobeschreibung.
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